Wildkräuter

In meinem Garten gibt es ein Beet, das folgendermaßen aussieht:


Normalerweise würde man dieser ungestüm wuchernden Wildnis mit der Hacke zu Leibe rücken, aber seit ich festgestellt habe, dass man alle Pflanzen davon essen kann, lasse ich es so stehen und ernte regelmäßig davon :-) Hier wachsen Gartenmelde, Gänsedistel, Vogelmiere, Franzosenkraut und in weiteren Ecken des Gartens auch noch Löwenzahn, Giersch, schmalblättriges Weidenröschen, Spitz- und Breitwegerich sowie Brennessel. So eine Salatvielfalt muss man mit Kulturblattsalaten erst einmal schaffen *g* Außerdem schmecken die meisten Wildkräuter wirklich total lecker, meine Favoriten sind Vogelmiere und Franzosenkraut. Kostet doch einfach mal eine Triebspitze, wenn ihr das nächste Mal Unkraut jätet!

Gesund sind die Wildkräuter außerdem:
- Brennessel enthält fast das Doppelte an Eisen wie Spinat
- Giersch enthält sehr viel Eiweiß
- Roter Wiesenklee enthält außerordentlich viel Vitamin A
- Vogelmiere enthält viele B-Vitamine und hat einen hohen Eisengehalt

Die Liste ließe sich noch lange fortführen, aber ich will euch nicht langweilen :-)

Und wer mir jetzt mit dem Fuchsbandwurm kommt: die Wahrscheinlichkeit, dass ein Fuchs auf mein Gartenbeet kackt ist vermutlich genauso hoch wie dass er das in einer Freiland-Gärtnerei tut. Außerdem dürfte ich dann überhaupt nichts aus meinem Garten essen.


Von einer Freundin habe ich letztens diese beiden Bücher bekommen, bei dessen Autor ich vor 2 Jahren schon mal ein Wildkräuterseminar besucht habe:


Das Buch über die Waldbäume ist allerdings eher was für seeeehr experimentierfreudige Grünkostfans - mir persönlich ist die Zubereitung von Eichelmehl einfach zu aufwändig. Und die doch eher zähen Blätter im Salat sind sicher auch nicht jedermanns Sache. Aber im nächsten Frühjahr werde ich auf jeden Fall mal versuchen, Ahornsaft und Birkenwasser zu gewinnen, das klingt sehr spannend!

Wer jetzt Appetit bekommen hat: Hier hatte ich vor 2 Jahren schon mal ein Rezept für eine Wildkräutercremesuppe gepostet. Und mein aktueller Favorit: Pfannkuchenteig (ohne Zucker) zubereiten, am besten mit geschlagenem Eiweiß und etwas Backpulver im Teig, damit sie schön fluffig werden, eine Seite backen, gehackte Wildkräuter und evtl. Mais und/oder Speckwürfel auf die ungebackene Seite geben und das Ganze dann wenden. Sooo lecker!

Liebe Grüße von
Topaz

Kommentare

alice hat gesagt…
wow, da bin ich aber platt....

ich kenne kaum eine Pflanze die du aufgezählt hast, ausser Löwenzahn. Ich würde mich jetzt einfach so nicht trauen, davon zu essen. Allerdings, wenn ich so wie du all die Pflanzen kennen würde, ja dann würde ich sie natürlich auch verwenden.

Auf gute Gesundheit :-)

Ach der Fuchsbandwurm. Ich hab in meinem Garten Bärlauch, da hab ich auch keine Angst deswegen.

Liebe Grüsse, Alice
Silvi hat gesagt…
Klasse Dein Post. Ich muß Dir völlig recht geben, die Sachen sind richtig zubereitet total lecker.
Die ganze Panikmache zieht eh an mir vorbei, die Menschheit wäre lange ausgestorben, hätte Sie sich nicht mit gesammeltem aus dem Wald ernährt, und damals gabs glaube auch schon Füchse (grins).
Mit Ahorn hab ich noch nix gemacht, aber der Saft der Birken ist wirklich total lecker.
Wir haben letzte Woche Bilsenkrautbier gebraut, ich berichte dann wenn wir´s geholt haben. Schöne Pfingsten Silvi
smart-girls Allerei hat gesagt…
Danke für dein posting! Schon seid Wochen möchte ich bei einem Wildkräuterspaziergang mitmachen, komme aber einfach durch unsere familiäre Situation nicht dazu!
LG Sabine
*☆Kaddi ☆* hat gesagt…
Hey du Liebe,
das sieht doch mal lecker aus. Ich hatte letzt am Wegesrand meinem Liebsten auch von den verschiedenen Kräutern erzählt...da kam von ihm nur der trockene Einwand, dass hier die Leute ihre Hunde gern mal von der Leine lassen. Na schönen Dank - dann doch lieber aus dem eigenen Garten...ich hatte heute übrigens Felsenbirne probiert. Auch lecker.

Liebst, Kaddi

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