Alte Schätze


Am Wochenende hat mir meine Oma ein Nähkästchen mitgebracht - prall gefüllt mit Knöpfen. Hat ihr als Kind auch so gern in der Knopfkiste eurer Oma gespielt?


Einige davon sind aus Holz, andere aus Metall, die meisten aus Kunststoff. Sie stammen wohl noch aus DDR-Zeiten. Gürtelschnallen sind auch einige dabei.


Außerdem hat mir meine Oma zwei echte Schätzchen vermacht, echte Erbstücke - Kochbücher meiner Uroma. Die hatte Hauswirtschafterin gelernt und als Müller-Ehefrau einen großen Haushalt geführt. Das eine Kochbuch ist gedruckt, vermutlich aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts:


Falls ich jemals Rinderkaldaunen oder Kuheuter oder Schnepfen kochen möchte, weiß ich jetzt, wo ich nachschauen kann :-)

Das zweite Buch enthält handgeschriebene Rezepte. Es scheint ein Geschenk für eine gewisse Sidonie gewesen zu sein und ist mit Charlottenburg im Oktober 1868 signiert. So ein altes Buch in den Händen zu halten ist schon etwas Besonderes. Ich wüsste zu gern, wie es in die Hände meiner Uroma gelangt ist, denn sie stammt nicht aus Berlin.


Von den meisten Rezepten kann ich zumindest die Überschriften entziffern, muss mich aber ansonsten erstmal wieder in die altdeutsche Schreibschrift einlesen.


Habt ihr auch so alte Schätze von euren Groß- oder Urgroßeltern? Benutzt ihr sie oder werden sie nur ab und zu mal "gestreichelt"?

Liebe Grüße von
Topaz

Kommentare

alice hat gesagt…
oh wow, was für schöne Erbstücke!

Ich hatte selber (so alt bin ich schon?) so eine Nähzeugkiste :-)

Meine Tochter hat auch ein Kochbuch von einer Mutter bekommen. Da hat es wirklich noch komische Gerichte drin.

Also Kuheuter ist übrigens gar nicht so schlecht. Meine Grossmutter hatte das hie und da gekocht :-)

Ich wünsch dir einen schönen wochenbeginn und schick einen lieben Gruss
Alice
Silvi hat gesagt…
Das ist ja ein richtiger Knopfschatz, den du da bekommen hast. Glückwunsch.
Wir haben auch so was ähnliches, unsere Schätzchen sind zwar noch lange nicht so alt wie Deine, doch auch hochinteressant. Ein Adressbuch unserer Heimatstadt von 1938 und ein Anatomieatlas von 1939. Hüten wir auch beide sehr.
LG Silvi
EvitaCreativ hat gesagt…
Hallo,
das sind ja tolle Stücke! Ich liebe sowas auch!
Meine Oma war Schneiderin und ich habe sooo viele Stoffe, Knöpfe, usw. von ihr bekommen. Sie näht nicht mehr (bzw. kaum noch) und schenkt jetzt alles mir.
Ich hab schon als Kind bei ihr am Küchentisch gesessen und Knöpfe aufgefädelt. Das erzählt sie mir immer ;-)

Und so ein altes Buch hab ich auch schon vererbt bekommen. Es ist ein Heilkräuterbuch (was mich eh total interessiert). Leider ist der Zustand des Buches nicht mehr so gut...

Liebe Grüße und noch viel Freude mit deinen Schätzen!
Eva
Indigosperlen hat gesagt…
.....sowas finde ich richtig klasse...vor allem die Knöpfe.Die glasknöpfe könnten sogar aus Gablonz sein....heute echte Raritäten, denn viele alte Glashütten gibt es garnicht mehr....ich hüte auch noch das ein oder andere Schätzchen.....

Viele liebe Grüsse
Stefanie
lavendelsocken hat gesagt…
da hast du ja tolle erbstücke bekommen. so eine tolle knopfkiste habe ich auch von der oma meines mannes bekommen, einige knöpfe habe ich auf deinen bildern wiedererkannt ;O) und dann haben wir noch schränke und die nachttischbibeln von den anderen großeltern meines mannes geerbt. im schrank ist ein einschussloch aus dem zweiten weltkrieg, die geschichte dazu darf ich mir oft anhören...
lg sandra

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