Donnerstag, 26. Februar 2015

Colourwaves


Für unterwegs brauche ich immer ein "mindless knitting"-Projekt, das ich schnell auspacken und auch mittendrin unterbrechen kann. Die Colourwaves haben mich zur Akrobatikstunde der Kinder begleitet, mit mir auf den Osteopathen gewartet, und Filme gucken konnte ich beim Stricken auch.



Man braucht nur rechte und linke Maschen stricken, und beim Einstricken der verkürzten Reihen helfen jede Menge Maschenmarkierer dabei, dass man nicht durcheinanderkommt.


2 Knäuel Jawoll Magic Degradé habe ich verstrickt. Da gibt es sooo schöne Farben, dass ich am liebsten gleich ein neues Colourwaves-Tuch anschlagen möchte...


Mein neues Gute-Laune-Tuch schicke ich heute zu RUMS.


Liebe Grüße von
Nicole

Mittwoch, 25. Februar 2015

Camas Blouse

Es gibt Schnitte, die von der halben Bloggerwelt genäht werden. Ich finde, dieser hier hat ebenfalls das Zeug zum Lemming-Schnitt:



Die Camas Blouse von Thread Theory gibt es seit Ende des letzten Jahres. Auf englisch-  und französischsprachigen Seiten gibt es bereits einige Exemplare zu bewundern, die deutschen Bloggerinnen haben den Schnitt anscheinend noch nicht entdeckt. Das könnte sich jetzt ändern, denn es haben bestimmt noch andere Damen die Schnittmusterbesprechung von Frau Nahtzugabe gelesen :-)


Ich jedenfalls war gleich angefixt. Der Schnitt lädt zum Experimentieren mit verschiedenen Stoffen ein. Man kann ihn aus Webware und Strickstoffen nähen, entweder wild kombiniert oder ganz schlicht unifarben, und mir schwebt da noch ein weiteres Exemplar mit Spitzeneinsätzen vor... das würde ich aber insgesamt etwas verlängern, die Bluse ist bei einer Körpergröße von über 1,75 doch recht kurz.

Vorderteile und Rücken sind leicht gekräuselt und an jeweils gedoppelte Schulterpassen genäht. Die Knopfleiste besteht ebenfalls aus 2 Lagen Stoff.



Die erste Version habe ich aus wunderbarem Leinen genäht, eigentlich sollte daraus eine Tasche werden, aber Taschen habe ich schon mehr als genug...


Aufgrund des nicht dehnbaren Materials habe ich Größe 8 gewählt (ich trage bei Oberteilen 36/38) Die Bluse sitzt sehr leger, eine Nummer kleiner wäre besser gewesen. In der Anleitung steht, dass man auf die Knopfleiste verzichten bzw. eine falsche Knopfleiste anbringen kann, bei der das Vorderteil zugenäht wird, was man aber nur bei dehnbaren Stoffen tun sollte. Hier der Beweis, dass es auch bei Webware funktionieren würde:


Die Vorder- und Rückenpassen sind so gedoppelt, dass von innen keine Nähte sichtbar sind. Das finde ich jetzt nicht so wichtig, aber durch die zusätzliche Stofflage hat die Bluse einen schöneren Fall als mit nur einer Stoffschicht. Vermute ich zumindest mal :-)


Die zweite Camas Blouse habe ich aus Jersey genäht, der dunkle Stoff ist dunkellila Pannesamt von einem Kleid, das ich in meinen späten Teenie-Jahren getragen und jetzt endlich mal recycelt habe.


Ich bin ganze 3 Größen nach unten gegangen (Größe 2), aber hinten am Ärmel ist immer noch zu viel Stoff und auch an den Seiten könnte noch was weg. Bei dieser Gelegenheit wollte ich mal erwähnen, dass ich es doof finde, wenn die Nahtzugabe im Schnitt schon enthalten ist. Ich weiß, dass viele genau das gut finden, aber es fiel mir unheimlich schwer, die vorgegebenen 1,5 cm Nahtzugabe zu nähen - ich finde das viel zu viel, das ist mehr als doppelt so viel, als ich normalerweise verwende. Vermutlich entspricht die gezeigte Bluse deshalb auch eher Größe 4.


Davon abgesehen bin ich aber sehr angetan von diesem Schnitt. Von schlicht bis extravagant ist hier alles möglich, und ich bin gespannt, welche Variationen der Bluse ich in Zukunft beim MMM entdecken werde :-)


Liebe Grüße von
Nicole


Sonntag, 22. Februar 2015

FJKA 2015 Zwischenstand

Also wenn ich mir die Fotos der anderen Teilnehmerinnen anschaue, hänge ich hoffnungslos hinterher *seufz* Krankheiten, abendliche Müdigkeit und viel Arbeit haben mir einen Strich durch die Rechnung gemacht, und ich bin gerade erst in Höhe der Taille angelangt.


Den Post über die Maschenprobe etc. bin ich ebenfalls schuldig geblieben, da lag ich krank im Bett :-) Fotos hatte ich trotzdem gemacht, leider kam keine der Maschenproben zu 100% hin. Wenn man die Kommentare auf Ravelry liest, hatte ein Großteil der Frauen, die dieses Jäckchen gestrickt haben, dasselbe Problem: Mit 4er Nadeln und einem DK-Garn eine Maschenprobe von 26 Maschen zu erreichen ist schwierig bis unmöglich. Ich habe mit 3,5er Nadeln 24 Maschen geschafft und es so gemacht wie viele vor mir: eine kleinere Größe gewählt. Noch dünnere Nadeln wollte ich nicht nehmen, das Gestrick ist sowieso schon recht fest für meinen Geschmack.


Nun werde ich mich mal wieder an die Nadeln begeben und versuchen, aufzuholen :-)

Liebe Grüße von
Nicole

Montag, 16. Februar 2015

Oh my deer...

Heute präsentiere ich euch das allererste Faschingskostüm meines Erwachsenenlebens. Ich bin ja eher ein Faschingsmuffel, aber da meine Kinder seit neuestem begeistert im Karnevalsverein mittanzen, hatte ich den spontanen Wunsch, mir auch ein Kostüm zu nähen. Inspiriert hat mich dieses hier. Ganz so figurbetont wollte ich es dann doch nicht haben, also sah ich mich nach Fellstoff um und wurde bei Buttinette fündig. Das Schnittmuster fand ich hier bei Burda.


Der Schnitt fällt größengerecht aus, nur hätte ich bedenken sollen, dass ein für eine Größe von 1,68 m konzipierter Overallschnitt bei mir etwas knapp sitzen könnte... er kneift zwar nicht direkt im Schritt, aber mit Schwung in die Hocke zu gehen traue ich mich nicht.


Mein Ganzkörperfellchen ist sehr wandelbar - mit den passenden Ohren könnte ich mich auch als Osterhase verkleiden, und den Diskussionen zweier kleiner Jungs neben mir zu urteilen, würde ich auch als Bär durchgehen. Das war allerdings, bevor ich mein Geweih aufgesetzt hatte...

Jaaaa ich weiß, dass ein weibliches Reh kein Geweih hat. Übrigens weiß ich auch, dass der Mann vom Reh nicht der Hirsch ist, wir wohnen ja quasi im Wald und haben röhrende Hirsche, Hirschkuh-Rudel nebenan und die Rehe sogar manchmal im Garten. Aber ohne Geweih wäre das Kostüm halt nicht so eindeutig gewesen, siehe die Bären-Diskussion oben. Also.
 

Das Geweih habe ich - wie in der Anleitung im Link - aus Alufolie geformt, und dann mit Streifen aus Küchenrolle plus Tapetenkleister stabilisiert. Das hat super funktioniert und ist stabiler als gedacht. Geweih und Ohren habe ich mit Heißkleber auf einem Haarreifen befestigt, das Geweih zusätzlich mit Draht umwickelt. Obwohl ich mehrmals mit dem Geweih hängen geblieben bin, hat alles problemlos gehalten.
 

Hier noch mal die Rückansicht. Es war viel zu viel Stoff im Rücken da, deshalb habe ich zwei Abnäher links und rechts vom Reißverschluss gesetzt. Okay, es liegt immer noch nicht perfekt an, aber meine Güte - das hier ist ein Faschingskostüm. Wer weiß, ob ich es noch mal anziehe. Höchstens zu Ostern, als Hase (siehe oben :-))


Liebe Grüße von
Nicole

Samstag, 14. Februar 2015

Mein Quilt

Um Weihnachten herum entstand dieser Quilt. Die Stoffserie heißt Winterlude by 3 Sisters for Moda Fabric. Es sind Weihnachtsstoffe, aber das stört mich nicht - farblich passen die Stoffe gut in unser Wohnzimmer, und ich werde den Quilt natürlich auch im Sommer benutzen :-)


Das Foto hat einen leichten Schlagschatten, ich habe den Quilt draußen fotografiert und es war keine völlig baumfreie Stelle zu finden :-)


Das Muster stammt aus diesem Buch. Man näht Streifen aneinander, nur um sie dann wieder auseinanderzuschneiden :-) Das Endergebnis gefällt mir aber sehr gut und ist den Aufwand absolut wert. Für den Randstreifen habe ich einfach alle Reste aneinandergenäht, und das Binding ist aus den Resten von den Resten zusammengesetzt.


Das Binding ist übrigens das einzige, was ich nicht selbstgemacht habe - das hat Steffie für mich übernommen, sie wollte gern Seifen von mir ertauschen, und ich habe ihr den fast fertigen Quilt plus die aneinandergenähten Reste-Reste geschickt und einen Quilt mit perfektem Binding zurückbekommen *freu* Ich hätte wohl niemals die Geduld gehabt, die Rückseite des Bindings mit winzigen Handstichen anzunähen.
 

Die Rückseite besteht aus dunkelrotem Patchworkstoff, ich habe alle Stoffe in den USA bestellt, auch das Baumwollbatting. Gequiltet habe ich mit einem etwas dickeren Baumwollgarn, das muss ich aber noch üben, die Stiche sind sehr ungleichmäßig geworden.


Leider habe ich auch nicht 100% genau gearbeitet, so dass ich mir beim quilten kleine Falten in den Stoff genäht habe, aber das stört mich inzwischen nicht mehr und ich bin trotzdem sehr verliebt in meinen Quilt, der mich nun beim Filmegucken wärmt.


Liebe Grüße von
Nicole

Donnerstag, 12. Februar 2015

Warme Füße

Im vergangenen Herbst fand ich über verschlungene Wege auf Ravelry die schönen gehäkelten Hausschuhe von Ingunn Santini. Ein Paar für den kreativen Adventskalender war schnell gehäkelt (Fotos hier), und inzwischen habe ich auch ein Paar Wooly Winter Loafers für mich selbst gehäkelt. 


Und festgestellt, dass sich Häkelschuhe ohne Inhalt nur sehr schwer hübsch fotografieren lassen...



Angezogen sehen sie aber sehr nett aus, und - was noch wichtiger ist - sie machen unglaublich warme Füße. Das mag am kuscheligen Material liegen: Baby Alpaca Chunky von Cascade ist ein kuschelweiches und warmes Garn, das es in verschiedenen Farben gibt. Ich habe mich für unauffälliges Grau entschieden.



Ein Häkelblümchen an der Blende hilft dabei, rechts und links nicht zu verwechseln.


Die Sohle ist separat gehäkelt (aus einem Hanf-Garn) und anschließend angenäht. Ich wollte sie eigentlich laut Anleitung anhäkeln, aber das war mir zu fummelig und deshalb habe ich sie mit schnöden Heftstichen angenäht.


Eine weiße Sohle ist übrigens überhaupt nicht unpraktisch, sondern bei einem ganzjährig haarenden weißfelligen Mitbewohner die einzig praktische Sache überhaupt.


Und weil man die Schläppchen so schön klein zusammenrollen kann, kann man sie für Besuche in fußkalten Wohnungen auch jederzeit in der Handtasche haben. Sehr praktisch.


Verlinkt bei RUMS.

Liebe Grüße von
Nicole

Mittwoch, 4. Februar 2015

Burda-Schlauchkleid mit Raffung

Letztens waren wir zum Geburtstag eingeladen, und beim Blick in den Kleiderschrank fiel mir auf, dass ich nur ein einziges langärmeliges Kleid besitze. Das war mir für diesen Anlass allerdings zu bieder (hier ist es zu sehen). Die perfekte Ausrede, mir mein Wunschkleid selbst zu nähen. In den Stoff bin ich verliebt, seit ich ihn das erste Mal sah, und seit diesem Kleid von Rosa P. noch viel mehr. Mein Kleid sollte allerdings ein bisschen anders sein: eng, langärmelig und gern mit einer Raffung. Bei Burda wurde ich fündig.




Das Kleid besteht nur aus Vorderteil, Rückenteil und den Ärmeln, das Zuschneiden geht also zügig. Das Nähen auch, wenn man erstmal die Raffung hinter sich gebracht hat. In der Anleitung wird empfohlen, die Raffungen vor dem Zusammennähen des Kleides mit einem Streifen aus Futterstoff zu fixieren - das habe ich getan und werde es mir für die Zukunft merken. Es verhindert, dass sich die Falten beim Zusammennähen noch einmal verschieben, was mir schon häufig passiert ist.



Ich habe obenrum 36 und unten 38 zugeschnitten.



Die Ärmel waren bei mir viel zu lang, aber das kann an der unterschiedlichen Dehnbarkeit des Gummis liegen, den ich für die Raffungen an den Ärmel verwendet habe (ich habe einfachen Wäschegummi genommen). Eigentlich sollte auch die Innennaht des Ärmels noch gerafft werden, aber es ist mir schleierhaft, wie ich den gedehnten Gummi ab dem Ellenboden in den ja bereits geschlossenen engen Ärmel nähen soll. Also ist bei mir nur die Außenseite des Ärmels gerafft. Und säumen muss ich die Ärmel auch noch, auf den Fotos sind sie nur nach innen umgeschlagen.


Die Raffung trägt etwas auf, aber da ich kein Bäuchlein habe, stört mich das nicht. Bei einem einfarbigen Stoff wirkt die Raffung bestimmt noch schöner, das probiere ich auf jeden Fall noch aus.



Trotz der körpernahen Form ist das Kleid total bequem, ich hatte es letztes Wochenende schon an und habe mich sehr wohl darin gefühlt. Nun schaue ich rüber zum Me-Made-Mittwoch und suche nach neuen Kleider-Inspirationen :-)

Und weil der schöne Purple-Rose-Stoff GOTS-zertifiziert ist, schicke ich mein Kleidchen auch zur Bio-Linkparty!

Liebe Grüße von
Nicole

Sonntag, 1. Februar 2015

Frühlingsjäckchen-Knit-Along 2015

Auch in diesem Jahr gibt es einen Frühlingsjäckchen-KAL, und trotz wenig freier Zeit und allabendlicher Müdigkeit möchte ich in diesem Jahr gern mitmachen, denn so ein kleines Jäckchen könnte ich noch gut gebrauchen. Am besten eines in einer neutralen Farbe, aber ich will eigentlich auch keine neue Wolle kaufen, also wird es wohl doch wieder rot werden, denn ich habe noch eine größere Menge Madelinetosh Tosh DK im Farbton Tart hier liegen.



Beim Muster ist meine Wahl auf Morning Echo gefallen. Möglicherweise entscheide ich mich noch um, falls mir in den nächsten Tagen noch ein anderes schlichtes Jäckchen über den Weg läuft. Denn schlicht soll es sein, gern mit einem Zopf- oder Lacemuster, aber so mutig wie Susa und Wiebke vom Me-Made-Mittwoch-Blog, auf dem der KAL stattfindet, bin ich dann doch nicht :-) 

Alltagstauglich soll es also sein, körpernah und langärmelig. Und als Garnalternative habe ich noch 4 Knäuel Zitron Unisono in hellgrau hier liegen. Falls also noch jemand einen Vorschlag für ein Sport-weight Garn hat, immer her damit.

Edit: Gerade habe ich in meinen ravelry-Favoriten noch ein paar Anleitungen gefunden, die ich sehr schön finde: der Mixed Cardigan und auch Alecia Beth werden in Sockenwollstärke gestrickt, ich weiß nicht, ob ich das bis Ostern schaffe... Diese Version von Summerhill finde ich grandios, am liebsten aus demselben Garn in derselben Farbe *träum* aber Lacegarn verstrickt sich ja noch langsamer... 

Liebe Grüße
von Nicole